Lerncoaching
Das Lerncoaching dient der Verbesserung von Lern- und Arbeitstechniken. Ziel ist es, das Lernen zu lernen und die Organisation, das Timing sowie die Ordnung zu optimieren. Dies gilt für Hausaufgaben, Schreibtisch, Ranzen und Co. ebenso wie für die Methodenkompetenzen des Lernens, die den Schulalltag erleichtern.
LRS/ Lese-Rechtschreibschwäche
Kinder, die das Schreiben und Lesen neu erlernen, machen anfangs die unterschiedlichsten Fehler, das kennen wir alle. Im Laufe der Zeit und mit entsprechender Übung sollte sich dies mit zunehmender Lernkurve verbessern.
Liegt bspw. eine LRS vor, so bleiben die Schwierigkeiten beim Schreiben und Lesen über lange Zeit bestehen und treten deutlich ausgeprägter auf, als bei anderen Kindern. Die Hausaufgabensituation wirkt zunehmend belastend auf die Kinder, die sich verzweifelt immer weiter zurückziehen, weil ihnen nichts zu gelingen scheint.
Eine Lerntherapie kann sinnvoll sein, wenn Ihr Kind auch nach intensivem Üben:
- ähnlich aussehende Buchstaben/ Laute verwechselt
- die Schreibung von Buchstaben spiegelverkehrt ausführt
- große Probleme hat Buchstaben zu verschriftlichen/Wortarten voneinander zu unterscheiden
- ganze Silben oder einzelne Buchstaben auslässt/ verwechselt
- das Schreiben in Linien nicht umsetzen kann
- ausschließlich lautgetreu schreibt und sich auch kurze Wörter nicht einprägen kann
- das Zusammenziehen von Lauten beim Lesen stockend oder fehlerhaft durchführt
- ganze Silben, Buchstaben oder Wörter beim Lesen vertauscht, auslässt
- eine sehr geringe Lesegeschwindigkeit hat und oftmals in der Zeile verrutscht
- Schwierigkeiten hat Textinhalte wiederzugeben
- die Hausaufgabensituation als Belastung empfindet und dies mit Wut- und Tränenausbrüchen dokumentiert
- eine Abneigung zum Fach Deutsch/ der Schule entwickelt
Rechenschwäche/ Dyskalkulie
Liegt eine Rechenschwäche vor, so fällt es den betroffenen Kindern häufig schwer im Kopf zu rechnen, Mengen zu erfassen oder ein Stellenwertsystem zu verstehen. Aus diesem Grunde entdecken sie häufig das zählende Rechnen mit den Fingern für sich. Auch die Unterscheidung von Formen, Größen und Längen sowie das Lesen der Uhr können unter Umständen herausfordernd wirken. Eine Rechenschwäche erfordert zumeist eine außerschulische Förderung, die die Mathematik anfassbar macht.
Die Gründe und die möglichen Ausprägungen einer Rechenschwäche oder Dyskalkulie können vielseitig sein. Oftmals sind es mehrere Faktoren, die zusammenwirken. Bei der Lerntherapie wird die Denkweise des Kindes genau betrachtet, um seine Ergebnisse hinterfragen zu können. Auf diese Weise werden Irrwege aufgedeckt und neue Methodenkompetenzen vermittelt. Ziel ist es ein mathematisches Grundverständnis aufzubauen und ein strategisch kluges Rechenverständnis zu vermitteln.
Eine Lerntherapie kann sinnvoll sein, wenn Ihr Kind auch nach intensivem Üben:
- kein/ ein wenig ausgepräges Zahlen-/ Mengenverständnis aufweist
- keine Rechenstrategien hat und hauptsächlich mit den Fingern rechnet
- große Probleme beim Zehnerübergang hat
- Einer und Zehner beim Sprechen/Schreiben verwechselt
- Die Grundrechenarten nicht versteht
- Zahlenzerlegungen bedingt/ nicht nachvollziehen kann
- Schwierigkeiten bei der räumlichen Wahrnehmung/ dem visuellen Gedächtnis aufweist
- Formen, Größen, Mengen oder Längen nicht/kaum erfassen kann
- das Lesen der Uhrzeit kaum umsetzen kann
- die Hausaufgabensituation als Belastung empfindet und dies mit Wut- und Tränenausbrüchen dokumentiert
- eine Abneigung zum Fach Mathematik/ der Schule entwickelt
Frühförderung - guter Start in die Schule
Eine Frühförderung kann einen entspannten und stressfreien Schulstart ermöglichen. Sie wirkt sich positiv auf die kognitiven, motivationalen und sozial-emotionalen Faktoren eines Kindes aus.
Bereits im ersten Schuljahr können Lernschwierigkeiten auftreten und belastend auf ein Kind und dessen Familie einwirken. Zur Vorbeugung sollten Kinder also bereits vor Schulstart über ein entsprechendes Repertoire an Vorläuferfähigkeiten (Fähigkeiten der Schulfähigkeit) verfügen. Fehlt es hieran, kann sich dies negativ auf das schulische Lernen auswirken.
Die Frühförderung erfolgt spielerisch und dient dem Training
- der Ausdauer und Konzentration/ Merkfähigkeit
- der Fein- und Grobmotorik
- der Wahrnehmung (auditiv, visuell, räumlich)
- der phonologischen Bewusstheit
- des Zahlen- und Mengenverständnisses
Eine frühe lerntherapeutische Begleitung kann sinnvoll sein, wenn Ihr Kind:
- entwicklungsverzögert in Sprache oder Motorik ist
- eine auditive Wahrnehmungsstörung/-verzögerung aufweist
- bereits Ergotherapie oder Logopädie über einen längeren Zeitpunkt erhalten hat
- phonologische Schwierigkeiten aufweist
- starke Konzentrations-/ Aufmerksamkeitsprobleme hat
- zu Rechenschwäche oder Lese-Rechtschreibschwäche neigt
Die Frühförderung findet vorwiegend morgens/vormittags statt und ist für Kinder ab 4/5 Jahren geeignet.
Konzentrationstraining
Das Konzentrationstraining vermittelt Methoden zur Verbesserung der Aufmerksamkeit, Merkfähigkeit und Gedächtnisleistung.
Es beinhaltet Segmente des Marburger Konzeptes, die mit lerntherapeutischen Sequenzen angereichert werden. Im Training lernen die Kinder Techniken und Strategien kennen, die ihnen dazu verhelfen im Schulunterricht weniger ablenkbar zu sein, koordiniert mit Aufgabenstellungen und produktiv mit Fehlern umzugehen.
Das Konzentrationstraining soll zu einer entspannteren Hausaufgabensituation beitragen und das Selbstbewusstsein sowie das Zutrauen ins eigene Können stärken.
Prüfungsängste bekämpfen
Prüfungsängste verunsichern, sorgen oftmals für viel Aufregung und können das bestehende Wissen negativ beeinflussen. Ziel ist es diese Ängste zu minimieren und möglichst zu bekämpfen. Entsprechend geht es um die Vermittlung von Methoden zur gezielten Prüfungsvorbereitung und den gelassenen Umgang mit Prüfungssituationen.
Förderung sozialer Kompetenzen
Wenn das soziale Miteinander Schwierigkeiten bereitet, sind Unzufriedenheit, Missverständnisse und Isolation mögliche Folgen. Im Training zur Förderung sozialer Kompetenzen wird die Durchführung von koordinierten Gruppenarbeiten sowie der rücksichtsvolle Umgang miteinander vermittelt. Diese Fähigkeiten sind nicht nur für den Schulalltag essentiell. Das Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl der Kinder soll gefördert und somit ihre Resilienz und psychische Widerstandsfähigkeit gestärkt werden.